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05.08.2015

Die Gute Form 2015


Kulmbach — Bei dem Wettbewerb "Die gute Form", der von der Kulmbacher Schreinerinnung in Zusammenarbeit mit dem Beruflichen Schulzentrum Kulmbach durchgeführt wird, können junge Schreinerinnen und Schreiner ihr Gesellenstück auch einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und dafür eine Auszeichnung erhalten. Die Besucher der Leistungsschau staunten nicht schlecht, was sich die Schreiner-Lehrlinge so alles einfallen ließen, vom Schminktisch bis zum Weinschrank. Es waren einfach tolle Möbelstücke zu sehen. Bei dem Wettbewerb wird auf Funktionalität und Rationalität großer Wert gelegt und dabei treten Gestaltung, Entwurfslehre und Kreativität in den Hintergrund.

Erster Preis für Weinschrank
Mit dem 1. Preis wurde die Schreinerin Diana Löffler ausgezeichnet. Die Marktleugasterin hat ihre Ausbildung bei der Schreinerei Gerhard Gack in Hutschdorf absolviert und überzeugte die Jury unter der Leitung von Michael Pfitzner mit einem Weinschrank aus Buchenholz. Diana Löffler begründete ihr prämiertes Gesellenstück: "Wir sind zu Hause in der Familie leidenschaftliche Weintrinker, und ich habe mir gesagt, so ein Weinschrank, das ist was, wo man lange Freude daran hat."
Landrat Klaus Peter Söllner, der auch die Grüße von Oberbürgermeister Henry Schramm überbrachte, zeigte sich beeindruckt von dem, was der Handwerksnachwuchs präsentierte. Gerade die Schreinerinnung sei besonders aktiv ist: "Ihr seid unglaublich kreativ, nicht nur in eurem Handwerk."
Innungsobermeister Gerhard Gack verwies darauf, dass sich in diesem Jahr 16 Lehrlinge der Gesellenprüfung stellten. Die besten Gesellenstücke waren bei dem Wettbewerb "Die gute Form" zu sehen. Gack: "Es ist schon erstaunlich, welches handwerkliche Können, Ausdauer, Kreativität und Fleiß sich bei diesem Wettbewerb gegenüber steht." Ein Wettbewerb unterscheide die Fleißigen von den Anderen. Schließlich ließ Obermeister Gerhard Gack noch einen Hilferuf los: "Wir suchen dringend junge Leute für das Berufsgrundschuljahr."

Ohne Werbung kein Nachwuchs
Michael Pfitzner zeigte sich als Vorsitzender der Arbeitskreises "Schule/Wirtschaft" froh darüber, dass es diesen Arbeitskreis überhaupt gibt: "Ohne Werbung wird kein Wirtschaftsbereich den entsprechenden Nachwuchs bekommen. Wir sind die Botschafter für diesen Handwerksbereich und die Chancen, die man im Handwerk hat, die sind hervorragend. Diese Werkstücke zeigen es, was man alles im Schreinerhandwerk lernen und einbringen kann."